Plauener Landtagsabgeordnete schließt sich Forderung an: Landesverkehrsgesellschaft statt Flickenteppich

Veröffentlicht am 02.11.2018 in Pressemitteilung

Martin Dulig, der sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, hat am gestrigen Tag die Gründung einer Landesverkehrsgesellschaft angekündigt. Diese soll in Zukunft für einen einheitlichen Sachsentarif und einheitliche Standards im Regionalverkehr auf der Schiene sowie im übergreifenden Busnetz sorgen.

Dazu die Plauener Landtagsabgeordnete und Stadträtin Juliane Pfeil-Zabel (SPD): „Ich begrüße die Entscheidung von Martin Dulig. Die angekündigte Gründung einer Landesverkehrsgesellschaft ist die konsequente Schlussfolgerung aus den zähen und letztlich gescheiterten Verhandlungen für einen modernen und bezahlbaren Nahverkehr. Die Vorsitzenden der Zweckverbände sind vier Landräte. Sie haben sich immer weiter von dem entfernt, was nach den Empfehlungen der ÖPNV-Strategiekommission im vergangenen Jahr noch Konsens war. Um es deutlich zu sagen: Sie haben damit das Bildungsticket, den Plus-Bus und einen einheitlichen Sachsentarif verhindert. Sie haben wichtige Verbesserungen für die Menschen ausgebremst. Gerade für Schüler und Auszubildende in den kleineren Städten und Ortschaften ist Mobilität besonders wichtig, weil oft die Schule und Freizeitangebote nicht im selben Ort zu finden sind. Mit einem Bildungsticket aber könnten Kinder und Jugendliche zu einem fairen Preis im ganzen Land mobil sein.“

 

Juliane Pfeil-Zabel MdL ergänzt: „Der Wunsch nach landesweiten Strategien und Lösungen für einen gut funktionierenden Schienennahverkehr ist auch in unserer Region groß. Ein Beispiel dafür ist die geforderte S-Bahn-Anbindung an Leipzig. Eine Landesverkehrsgesellschaft würde uns endlich die Möglichkeit dazu bieten, dies voranzutreiben.“

 

Sie betont: „Als vogtländische Abgeordnete ist es mir wichtig, dass künftig weiterhin vor Ort entschieden werden soll, ob und wann ein Bus in der Region fährt. Der ländliche Raum darf nicht weiter abgehängt werden. Andere Bundesländer mit Landesverkehrsgesellschaften machen vor, wie das zu schaffen ist. Daher unterstütze ich die Pläne des Ministers, diese Zuständigkeiten weiterhin in regionaler Verantwortung zu lassen. Es bleibt aber dabei: Der Flickenteppich in puncto Verkehr muss endlich beseitigt werden.“