"Es geht um die Wertschätzung der kulturellen Leistung“ – 28 Millionen Euro für kommunale Theater und Orchester

Veröffentlicht am 12.06.2018 in Pressemitteilung

Juliane Pfeil-Zabel zur Wertschätzung von Kultur

Der Freistaat Sachsen greift den Trägern der kommunalen Theater und Orchester finanziell unter die Arme. Das Regierungskabinett beschloss heute eine Vorlage des Kunstministeriums, die für eine bessere Bezahlung der Beschäftigten an den kommunalen Theatern und Orchestern sorgen wird und gleichzeitig mehr Mittel für alle Kultursparten zur Verfügung stellt. Die Kulturräume können in den nächsten vier Jahren insgesamt jeweils zehn Millionen Euro zusätzlich erhalten. Von diesen insgesamt 40 Millionen Euro sind jährlich sieben Millionen also insgesamt 28 Millionen Euro für eine bessere Mittelausstattung für den laufenden Betrieb der Theater und Orchester vorgesehen

Dazu die vogtländische Landtagsabgeordnete Juliane Pfeil-Zabel (SPD): „Von gerechten Löhnen kann an unseren kommunalen Theatern derzeit keine Rede sein. Die Bezahlung, die den Künstlerinnen und Künstlern auch und insbesondere im Vogtland zuteilwird, ist nicht gerechtfertigt. Es geht um die Wertschätzung der kulturellen Leistung, die sich in einer adäquaten Bezahlung niederschlagen muss. Trotz der gestiegenen Landesszuschüsse über die Kulturräume und zahlreiche Strukturveränderungen an den Theatern und Orchestern waren die kommunalen Träger auf den Abschluss von Haustarifverträgen angewiesen. Dadurch verschlechterte sich die Vergütung der Beschäftigten. Ich hoffe, dass diese Praxis mit der Mittelerhöhung damit ein Ende hat. Dafür sind wir auf die Zuarbeit der kommunalen Träger angewiesen.“

„Ich tausche mich schon seit Jahren intensiv mit den Beschäftigten vom Theater Plauen-Zwickau aus. Sie fühlen sich ungerecht behandelt. Sie werden dafür benachteiligt, dass sie an keiner Einrichtung mit einem Flächentarifvertrag arbeiten. Sie nehmen für ihre Arbeit abseits einer Großstadt, mit der sie zur kulturellen Bereicherung unserer Gesellschaft beitragen, immense finanzielle Nachteile in Kauf. Die Ungerechtigkeit kann man ganz plastisch auf den Punkt bringen. Am Theater Plauen-Zwickau verdienen die Beschäftigten durch die Haustarifverträge derzeit monatlich rund 11 Prozent weniger“, so Pfeil-Zabel abschließend.