Integration


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Integration ist keine Einbahnstraße. Von allen Seiten wird einiges abverlangt. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Um das Ziel einer guten Integration zu erreichen, braucht es gute Konzepte. Dafür haben wir mit Nachdruck seit 2014 gekämpft. Denn damals hatte Sachsen in diesem Bereich so gut wie nichts vorzuweisen. Das ist heute anders und wird mit der Fortschreibung des Zuwanderungs- und Integrationskonzeptes mehr als deutlich. 

Darauf können wir stolz sein. Unsere Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) hat, gemeinsam mit allen Resorts, mit viel Kraft und Energie an langfristigen Konzepten gearbeitet, die nun gemeinsam von der gesamten Staatsregierung mitgetragen werden.  Bei allem haben wir immer das Ziel einer gelungenen und nachhaltigen Integration vor Augen. Wir dürfen nicht vergessen: Es geht sehr oft um Menschen, die hier Schutz suchen und sich ein Leben abseits des Krieges aufbauen.

Für mich ist der Zugang zum Arbeitsmarkt für die Integration entscheidend. Daher haben wir das Programm der Arbeitsmarktmentoren ins Leben gerufen. Die Arbeitsmarktmentoren unterstützen die Migrantinnen und Migranten bei allen Maßnahmen, die zu Job oder Ausbildungsplatz führen. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite – auch für die Arbeitgeber. Es wurden bereits 1.400 Integrationsvereinbarungen mit Geflüchteten getroffen. Über 400 sind in Job oder Ausbildung. Es werden 442 Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe begleitet. 

Das Zuwanderungs- und Integrationskonzept bietet die Leitplanken für die Integration in Sachsen. Es ist aber kein Integrationsgesetz, für das es derzeit keine politische Mehrheit in Sachsen gibt. Ein solches Gesetz würde Leistungen, aber gerade auch Pflichten deutlich sicherer regeln, Transparenz für alle Menschen in Sachsen herstellen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.